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Tschengls stellt sich vor.....

Tschengls

Tschengls Fraktion DorfansichtDer Name Tschengls stammt wahrscheinlich aus dem spätlateinischen masi cengiles (= Zinshöfe). Demnach mussten die Bauersleut von Tschengls vor vielen hundert Jahren einen guten Teil der Ernte an Herren abtreten, welche die Eigentümer von Hof und Feld waren. Der Name "Schengls" oder "Zengels" ist schon um das Jahr 1100 in Gebrauch. Die Entwicklung von Tschengls wurde immer wieder von Katastrophen und Schicksalsschlägen gehemmt. Viele Jahrzehnte lang war das Leben von Tschengls in erster Linie ein Aufbäumen gegen die Naturgewalten. Im 18. und 19. Jahrhundert war es der Tschenglser Bach, der mit regelmäßigen Vermurungen Leben und Arbeit der Bewohner von Tschengls in Frage gestellt hat, bis 1973 in Vernil von der Wildbachverbauung des Landes die Stausperre gebaut wurde.

 

Tschengls Fraktion PfarrkircheDie Häuser von Tschengls prägen den Wohn- und Lebensraum. Sie und ihre Bewohner gestalten die nähere Umgebung und schaffen ein Gesamtbild, das von einer eng gehäuften Häuserherde, vom steil aufragenden Kirchturm, von der Schlucht des Tschenglser Baches, den gegliederten Heckenreihen und den Marillenbäumen des Alten Feldes geprägt ist. Zu Füßen des Dorfes breitet sich die feuchte Zunge der immer noch grünen Au aus. Die Tschenglser Au wurde 1983 als Biotop unter Naturschutz gestellt, sie ist 34 Hektar groß und die Parzellen des Auwaldes sind zur Gänze Privatbesitz.

In Tschengls gibt es als Besonderheit innerhalb der gesamten Ostalpen den größten Höhenunterschied innerhalb der kürzesten waagrechten Distanz: innerhalb von nur 6 km steigt das Gelände von der Talsohle auf die 3.378 Meter der Tschenglser Hochwand an, was 2.500 Meter Höhendifferenz ergibt.

      
schloss-tschenglsburg 009.jpg

Quellen:
Häuser von Laas, Eyrs, Tschengls, Tanas, Allitz
Autor: Raffeiner Herbert
Verlag: Tappeiner AG, Lana
Kalender Raiffeisenkasse Laas
Text: Wolfgang Dr. Platter